Der 1. TimotheusbriefBeispiel

Der 1. Timotheusbrief

Tag 10 von 11

Im letzten Kapitel folgen weitere Anweisungen für Timotheus. Zunächst hat er eine weitere Personengruppe aus der Gemeinde im Blick: die Sklaven. Wie sollen gläubige Sklaven sich verhalten gegenüber ihren Herren? Besonders dann wird es brisant, wenn ihre Herren auch gläubig sind und womöglich im Gottesdienst neben ihren Sklaven sitzen.

Vergleichbar ist dies heute mit dem Verhalten von Gläubigen gegenüber Vorgesetzten am Arbeitsplatz, auch wenn das Verhältnis rechtlich ein anderes ist. Paulus geht es hier nicht um Moral, sondern darum, dass die Lehre des Evangeliums durch falsches Verhalten nicht in Verruf kommt. Am Arbeitsplatz zeigt sich, wer wir tatsächlich sind und welche Rolle der Glaube in unserem Leben wirklich spielt.

Danach zeigt Paulus, wie Timotheus sich persönlich gegenüber den Irrlehrern verhalten soll. Von solchen Leuten, die geistlich ungesunde und schädliche Lehren verbreiten, soll er sich klar distanzieren. Diskussionen sind mit diesen Menschen sinnlos, solange sie nicht bereit sind, der gesunden Lehre Raum zu geben, und die Gottesfurcht nur als Mittel zum Zweck betrachten.

Paulus geht dann zu einer weiteren Gefahr für das Glaubensleben ein, die alle Christen treffen kann: die Habsucht oder Geldgier. Die Geldgier zerstört den Glauben. Sie ist eine Wurzel alles Übels, weil sie zum Ersatzgott werden kann. Jesus fordert deshalb zur Entscheidung auf, entweder Gott oder dem Mammon zu dienen. Beides gleichzeitig geht nicht (Matthäus 6,24).

Zum Nachdenken:

Geldgier ist nicht nur ein Problem von Leuten, die reich sind. Der griechische Begriff bedeutet „mehr haben wollen“. Es geht um die innere Einstellung. Nicht Geldgier, sondern Genügsamkeit macht glücklich.

Frage zum Austausch:

Wie sieht ein Leben der Genügsamkeit konkret aus?

Die Heilige Schrift

Über diesen Leseplan

Der 1. Timotheusbrief

Paulus schrieb nicht nur an Gemeinden, sondern auch an Mitarbeiter. Einer seiner wichtigsten war Timotheus. Nicht nur Mitarbeiter, sondern geistlicher Sohn. Wie er ihn als Seelsorger und und Lehrer der Gemeinde ermutigt, ist auch für uns lesenswert. Dazu will dieser Plan helfen.

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Wir möchten uns bei Christusgemeinde Nagold für die Bereitstellung dieses Plans bedanken. Weitere Informationen finden Sie unter: christusgemeinde-nagold.de